Pular para o conteúdo

Café: por que o horário em que você bebe afeta a longevidade e o risco cardiovascular

Homem em escritório massageando olhos cansados com café quente e laptop sobre mesa iluminada pela janela.

Kleiner Espresso zum Start in den Tag oder ein Latte im Homeoffice: Für viele Menschen in Deutschland gehört Kaffee so selbstverständlich zum Alltag wie Zähneputzen. Eine grosse Auswertung von Gesundheitsdaten deutet nun darauf hin, dass nicht nur die Menge an Koffein entscheidend ist, sondern vor allem der Zeitpunkt. Wer Kaffee ungünstig über den Tag verteilt, könnte einen Teil der möglichen Vorteile verlieren – und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Was die neue Auswertung zu Kaffee und Lebensdauer zeigt

Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie liess Daten von 40.725 Erwachsenen analysieren, die im Rahmen einer US-Gesundheitsstudie über fast zwei Jahrzehnte begleitet wurden. Dabei ging es nicht nur darum, wie viel Kaffee die Teilnehmenden tranken, sondern vor allem darum, zu welcher Tageszeit sie zur Tasse griffen.

Für die Auswertung wurden die Teilnehmenden grob in zwei Gruppen eingeteilt:

  • Morgentrinker: trinken ihren Kaffee überwiegend zwischen 4:00 Uhr und 11:59 Uhr
  • Tages-Trinker: verteilen Kaffee vom Morgen bis in den späten Nachmittag oder Abend

Beide Gruppen wurden jeweils mit Menschen verglichen, die gar keinen Kaffee trinken. Betrachtet wurden Todesfälle durch alle Ursachen sowie speziell Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

"Wer seinen Kaffee vor allem am Vormittag trinkt, lebt statistisch gesehen länger und stirbt seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Menschen, die gar keinen Kaffee trinken – vorausgesetzt, die Tassen häufen sich nicht bis in den Abend."

In den Detailzahlen zeigte sich: Bei den morgendlichen Kaffeetrinkerinnen und -trinkern war das Risiko, aus irgendeinem Grund zu sterben, im Vergleich zu Personen ohne Kaffeekonsum um rund 16 Prozent niedriger. Beim Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, lag der Unterschied sogar bei etwa 31 Prozent.

Anders sah es bei den Menschen aus, die über den ganzen Tag hinweg Kaffee trinken: Ihre Sterblichkeitsraten lagen nahe an denen der Nicht-Kaffeetrinker. Die mögliche „Schutzwirkung“ war damit kaum noch erkennbar.

Wichtig ist dabei: Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie. Sie kann Zusammenhänge aufzeigen, aber keine vollständig bewiesene Ursache-Wirkung-Kette liefern. Trotzdem passen die Ergebnisse bemerkenswert gut zu dem, was bereits über Koffein, Schlaf und Stoffwechsel bekannt ist.

Warum der Zeitpunkt des Kaffees so entscheidend ist

Als Erklärung für den Vorteil der Morgen-Tasse verweisen die Forschenden auf unsere innere Uhr, den sogenannten zirkadianen Rhythmus. Diese biologische Taktung beeinflusst, wann wir wach werden, wann Hormone ausgeschüttet werden und wann der Körper in den Ruhemodus wechselt.

Wie Koffein Ihre innere Uhr durcheinanderbringt

Später Kaffee wirkt sich besonders auf ein Hormon aus: Melatonin. Es bereitet den Körper auf die Nacht vor und sendet das Signal, dass es Zeit ist, herunterzufahren.

  • Kaffee am späten Nachmittag oder Abend senkt die Melatonin-Ausschüttung.
  • Man fühlt sich künstlich wacher und verschiebt die Müdigkeit nach hinten.
  • Der Schlaf wird kürzer und ist oft weniger erholsam.

Ein gelegentlicher Kaffee zu später Stunde mag noch verkraftbar sein. Wer jedoch jeden Tag mit Cappuccino, Filterkaffee oder energéticos bis in den Abend hinein nachhilft, bringt die innere Uhr langfristig aus dem Takt.

Die möglichen Folgen können sich über Jahre hinweg aufaddieren:

  • erhöhte Blutdruckwerte

Comentários

Ainda não há comentários. Seja o primeiro!

Deixar um comentário